SEESCHREIBER

DAS VORHABEN
Zweimal (2006 & 2007) schrieb die Initiative „Wolfgangsee Literatur“ ein Stipendium für eine „Seeschreiberin“ bzw. einen „Seeschreiber“ aus.

Teilnahmeberechtigt waren Autorinnen und Autoren, die ihre Einreichung in deutscher Sprache abfassen. Es sind lediglich Teilnehmer zugelassen, die ihren Lebensmittelpunkt nicht in St. Wolfgang haben.

Die Gewinnerin, bzw. der Gewinner des Wettbewerbs war für 3 Monate „Seeschreiber“ in St. Wolfgang und sollte während des Aufenthalts Texte verfassen, die sich auf die Region und das jeweilige Thema beziehen:

Einzureichen war ein bisher unveröffentlichter Prosatext in der Länge von 8.000 bis maximal 12.000 Zeichen. Der Text kann als Basis für die Auftragsarbeit dienen.

Der einzureichende Text war entweder über das auf der Internetseite
www.wettbewerb.seeliteratur.at bereit gestellte Formular einzugeben (upload) oder konnte postalisch (handschriftliche Texte sind vom Wettbewerb ausgeschlossen) an folgende Adresse geschickt werden:

Stifterhaus – Zentrum für Kultur und Sprache in Oberösterreich
Kennwort „Seeschreiber St. Wolfgang“
Stifterplatz 1
4020 Linz

DER ABLAUF
Die Auswahl der/des Preisträgerin/s erfolgte durch eine unabhängige Fachjury, deren Besetzung im Jahresrhythmus wechselte. Die Texte wurden vor der Weitergabe an die Jury anonymisiert.

Aus den Einsendungen wurden von der Jury fünf Wettbewerbsbeiträge für die Endauswahl vorgeschlagen. Diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden ihrer Nominierung schriftlich verständigt. Die endgültige Wahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers erfolgte im Beisein der nominierten Teilnehmer in St. Wolfgang.


DER PREIS – DIE AUFGABE
Die „Seeschreiberin“ oder der „Seeschreiber“ wurde von den Initiatoren von „Wolfgangsee Literatur“ eingeladen, im Zeitraum von 1. Juli bis 30. Oktober des jeweiligen Jahres drei aufeinander folgende Monate in St. Wolfgang zu verbringen. Der/die Seeschreiber/in von St. Wolfgang erhält in dieser Zeit eine monatliche Zuwendung in der Höhe von 1.000 €, die exklusive Nutzungsmöglichkeit einer Privatwohnung in Seenähe, sowie einen Zuschuss für die Verpflegung.

In der Zeit des Stipendiums verpflichtet sich die Seeschreiberin bzw. der Seeschreiber, überwiegend Aufenthalt in St. Wolfgang zu nehmen und die vorgegebene Auftragsarbeit zu verfassen. Die Initiatoren haben sich bemühen, den Seeschreiber in die Aktivitäten des Gemeinschaftslebens einzubinden um ihr/ihm einen Zugang hinter die „Kulissen“ von St. Wolfgang zu ermöglichen.

Die Wettbewerbsthemen und Preisträger waren bisher:

2006:„VERGANGENHEIT: SPRUNGBRETT, NICHT SOFA"
Tilmann Strasser mit dem Text "Das Licht des Schnees"

2007:„VOM LEBEN AM SEE“
Peter Wawerzinek mit dem Text "Kleines Seebeben"

Eine Publikation der während des Stipendiums entstandenen Texte ist erfolgt. Die Notitzen des Seeschreibers Tilmann Strasser und das Buch von Peter Wawerzinek sind bereits erschienen.

Publikationen können per mail perfaller@seeliteratur.at bestellt werden

Sofern der Autor / die Autorin zustimmt, wird die Arbeit der Seeschreiber in Lesungen sowie durch die Publikation von Kolumnen in verschiedenen Medien vorgestellt. Auf Wunsch kann der Kontakt zu den lokalen Zeitungen hergestellt werden, um akutuelle Texte aus der Region zu veröffentlichen.